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Berufs- und Studienorientierung am Kolleg

Wieder einmal Gäste im Kolleg – und in diesem Jahr war das Team komplett: Christa Funke von der Carl-von-Ossietzky-Universität, Eike Betten sowie Studierende der Jade-Hochschule, Jens Müller-Sigl vom Studentenwerk Oldenburg und Susanne Sander von der Agentur für Arbeit waren gekommen, um die Kollegiatinnen und Kollegiaten bei ihren Überlegungen zu ihrer beruflichen Zukunft zu unterstützen.

Nach einem kurzen Vortrag von Christa Funke über die besonderen Anforderungen eines akademischen Studiums im Allgemeinen ging es in beratenden Einzelgesprächen weiter, in denen u. U. einige Fehlinformationen korrigiert werden konnte (es gibt z. B. durchaus BAföG jenseits der 30, eine freudige Überraschung für einige …).

Hm

Wir wollen Nachwuchs!

Unsere Schule würde sich über mehr Schülerinnen und Schüler freuen, doch an den letzten beiden Samstagen ist Vogel- und anderer Tiernachwuchs für die Teilnehmenden des „Gartenkurses“ von größerer Bedeutung gewesen. Da die natürlichen Lebensräume für jegliche Arten von Tieren durch die zunehmend dichtere Bebauung und die Eingriffe des Menschen in die Natur immer kleiner werden, liegt es uns am Herzen, Unterschlupfe für Vögel, Kleinsäuger und Insekten zu schaffen. Aus diesem Grund haben wir von der BINGO Umweltlotterie gespendete Nistkästen auf dem Gelände der Schule angebracht. Diese sind speziell auf die jeweiligen Arten angepasst und bieten den Tieren einen geschützten Ort zum Brüten und Aufziehen ihres Nachwuchses.

Neben Nistkästen für verschiedene Vogelarten, wurden auch Fledermaus-, Hummel-, Hornissen-, Igel- und Eichhörnchenkästen montiert. Bei der Auswahl der Anbringungsorte wurde jeweils auf die bevorzugten Brut- und Lebensbedingungen der Arten geachtet. Tatkräftig und mit gutem Teamwork konnten an den zwei Gartentagen 74 Nistkästen an Hauswänden, Bäumen angebracht und in Steinhügeln versteckt werden.

Jana Schmidt und Lara Meyer

 

Klirrende Kälte und Fliegende Mäuse

 

Samstag. 11 Uhr. -5°C. Unter diesen Umständen erklärten sich die Teilnehmer des „Gartenkurses“ am Oldenburg Kolleg bereit, Quartiere für Fledermäuse auf dem Schulgelände anzubringen.
Durch die Einwirkung des Menschen in die Natur schrumpft der Lebensraum der Fledermaus immer mehr. Einerseits fehlt es den Tieren an Futter (Stichwort Insektensterben). Andererseits fehlt es aber auch schlichtweg an Behausungen. Um dem entgegenzuwirken, wurde in Kooperation mit dem NABU und der Umweltstiftung Weser-Ems das Projekt in die Wege geleitet.

Angekommen in der Schule, traf man sich mit Spezialisten des NABU zuerst in einer lockeren Runde mit Tee und Kaffee zum Aufwärmen – und teils auch zum Wachwerden. Dabei erhielten die Kollegiaten sowohl allgemeine Informationen über die zahlreichen heimischen Arten aus der Gruppe der Handflügler, aber auch über die technischen Details der Quartiere.

Danach ging es dann hoch hinaus. Bäume wurden begutachtet. Leitern angesetzt und Hämmer geschwungen. Insgesamt hängen nun 14 Fledermausquartiere auf dem Schulgelände und geben den Tieren in den kommenden Jahren in den Sommermonaten einen Ort zum Übernachten und zum Aufziehen ihrer Jungtiere. Alle Kästen sind vom NABU kartografiert, die Standorte mit GPS erfasst, so dass Sie künftig auf der „BatMap“ im Internet darüber Aufschluss geben, welche Arten der Fledermaus wie verteilt in unserer Region vorkommen. Zu diesem Zweck werden die Mitglieder der Fledermaus-AG des NABU die Kästen regelmäßig kontrollieren und die Arten bestimmen.

Der „polyvalente Zusatzkurs“ (so heißt er eigentlich), im Schülermund nur „Gartenkurs“ genannt, ist als ein Wahlpflichtkurs Teil des Fächerangebots auf dem Weg zum Abitur und kümmert sich seit über einem Viertel Jahrhundert um die südlichen Grünanlagen der Schule. Ziel des Kurses ist es, einen möglichst naturnahen Garten – und damit möglichst viel Lebensraum für Tiere und Pflanzen – zu schaffen. Diesem Anliegen sind wir an diesem Wochenende ein weiteres Stück näher gekommen.

Colum Thölen

 

   

 

Informationsabend

 

Der Infoabend am Freitag, den 02. März bot Interessenten die Möglichkeit, sich über Voraussetzungen und Bedingungen eines Schulbesuchs am Oldenburg-Kolleg zu informieren. Im Forum wurden organisatorische Fragen aus dem Kollegiatenalltag besprochen und die Unterrichtsorganisation sowie das Coaching-Projekt vorgestellt. Anschließend bestand die Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit Lehrkräften und Mitgliedern des Kollegrats. Die meisten Teilnehmer nutzten dann noch das Angebot, das Kolleg auf einem Rundgang durch das Gebäude kennenzulernen.

Para, was?! Paraphrasieren!

Mit diesem neuen Fachbegriff begann unsere intensive Reise in die Welt menschlicher Konflikte und der damit verbundenen Frage:

Was brauchst du gerade, um dich besser zu fühlen?

Begleitet wurden wir dabei nicht nur von unserer Vertrauenslehrerin, Seminarleiterin und Mediatorin Frau Krömer, sondern ihr zur Seite stand der renommierte Kommunikationsforscher Schulz von Thun – oder zumindest seine Theorie zu den vier Seiten einer Nachricht.

Spannend war vor allem wie häufig man selbst von außen betrachtet in Konfliktsituationen geraten ist, die man mit den richtigen Fragen und Antworten hätte umgehen können.

Genau das durften wir aus diesen zwei Wochenenden als erlernte Fähigkeiten mitnehmen, die wir nun zukünftig als ausgebildete Mediatioren in der Schule einbringen.

Philipp Pichote

„Licence to thrill“

Tiefschwarze Nacht im Forum, dann betritt ein Filmproduzent in Unruhe sein Büro: Keine Idee für den nächsten Film, doch glücklicherweise rückt seine Assistentin mit höchst unterschiedlichen Vorschlägen für ihren ungeduldigen, schwer zufriedenzustellenden Chef an.

Die erste Idee: Eine Phantasy-Geschichte mit einem Monster, das leidet, weil es in seiner Höhle ständig durch Gestalten gestört wird, die sich aufgrund der defekten Navigationsgeräte ihrer Zauberbesen verfliegen und so rumpelt beispielsweise Harry Potter ungebetenerweise in sein Heim. Nicht einmal Eingaben bei der Gemeinde haben dazu geführt, dass entsprechende Verbotsschilder aufgestellt wurden. Aber zum Glück gibt es eine wehrhafte Drachentochter, die Höhle und Feuer gegen eine schwer bewaffnete, aber auch – wie glaubwürdig? versichert wird – in asiatischer Kampfkunst bewanderte Elfe zu verteidigen weiß.

Das nächste Projekt, für das die Assistentin ihren Chef gewinnen möchte: eine Action-Komödie. Zu der Musik von James Bond turnt spektakulär nicht der Retter der westlichen Welt eine Leiter herunter, sondern ein Bösewicht, der mit seinem Partner, der nur unter Mühen den Bodyguard ausschalten kann, eine orientalische Schönheit entführt, allerdings so tollpatschig, dass man nicht an einen Erfolg dieses Unternehmens glauben mag…

Der dritte Versuch der Assistentin: ein Horrorfilm, was vom Produzenten jedoch sofort vom Tisch gewischt wird, denn: „Horror haben wir schon genug.“

Der vierte Vorschlag: „Death Note“. Der Manga wird kurzerhand ans Oldenburg-Kolleg verlegt, wo zwei junge Männer beschließen, das Buch seine magischen Kräfte entfalten zu lassen. Für den einen eine großartige Möglichkeit, seine persönliche Vorstellung von Gerechtigkeit walten zu lassen, für den anderen hingegen zu große Macht und damit zu große Verantwortung…

Die Assistentin kann noch eine letzte, cineastisch anspruchsvolle Idee anbieten: Schwarz-Weiß-Film! Allerdings begeistert sich der Produzenz vor allem für die Handlung: Begabte Pianistin verfällt einem teuflischen Liebhaber, was überwiegend als Schattenriss dargestellt wird. „Fifty Schades oft Grey“ lassen grüßen und der Produzent ist endlich zufrieden: Sex sells, keine neue, wohl aber eine wahre Erkenntnis… Und jetzt? Ins Kino?

Herzlichen Dank an den Kurs Darstellendes Spiel – an die Darstellerinnen und Darsteller sowie an die ‚Technik‘ – für eine vergnügliche Aufführung unter der Leitung von Monika Frenking.

Hm

Adventstreffen 2017

Am 16. Dezember fand wieder das vom Förderverein des Oldenburg-Kollegs organisierte Ehemaligentreffen statt. Teilnehmer aus  verschiedenen Abiturjahrgängen sowie ehemalige und jetzige Lehrer kamen in der Schule zusammen und hatten sich bei Kaffee, Kuchen und Glühwein viel zu erzählen. Zwischendurch fand in gewohnter Kürze die Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Der langjährige Vorsitzende Uwe Goesmann und sein Stellvertreter Bernd Beime wurden mit dankendem Applaus aus ihren Ämtern verabschiedet und ein neuer Vorstand unter Vorsitz von Dorota Weger mit Claudia Johl, Michael Gründler, Beate Beime und Eilert Hustede wurde gewählt. Auch das nächste Ehemaligentreffen findet wieder am Sonnabend vor dem 3. Advent statt, also am 15.12.2018.

Fotos: Dr. Tobias Weger, Hu

Weitere Bilder vom  Ehemaligentreffen auf der Facebook-Seite des Oldenburg-Kollegs

Wie feiert ihr Weihnachten?

…bislang noch nie zusammen!

Seit Lehrer- und Schülergedenken fanden die Weihnachtsfeiern des Oldenburg-Kollegs und des Abendgymnasiums getrennt statt – nicht so dieses Jahr.

Während im Jahreskalender des Abendgymnasiums die Weihnachtsfeier von Schülern und Lehrern eine feste Größe im Schulleben darstellte, war diese Tradition am Oldenburg-Kolleg in den letzten Jahren eher in den Winterschlaf gefallen. Umso erfreulicher war am Freitag, nicht nur die erste gemeinsame Weihnachtsfeier beider Schulen, sondern die ERSTE GEMEINSAME Feier beider Schulen überhaupt – seit dem Bestehen der „Wohngemeinschaft“ in der Theodor-Heuss-Straße. Der Kollegrat und die Studierendenvertretung luden zu Salatbuffet, Grillwürstchen, heißen und kalten Getränken, frischen Waffeln und zum Tanzen ein. Im Laufe des Abends füllte sich nicht nur das Foyer der Schule, sondern vor allem auch die Tanzfläche, auf der sowohl Schüler und Lehrer beider Schulen gemeinsam Spaß hatten. Die teilweise akrobatischen Tanzeinlagen wurden mit viel Applaus gefeiert. – Ein gemeinsames Fest, das hoffentlich nicht erst nächste Weihnachten eine Fortsetzung erfährt. Allen Organisatoren und helfenden Händen ein herzliches Dankeschön!

Kr

 

  

 

„Aquarium“

Aus dieser kurzen Geschichte von Gert Löschütz entwickelte der Kurs Darstellendes Spiel (E-Phase und Q1) unter der Leitung von Gerda-Karin Oostinga eine ganz eigene Interpretation.

Den Ausgangspunkt der Dramatisierung bildet der Notruf einer Frau, die telefonisch bei der Polizei den Selbstmord ihres Mannes meldet und um Hilfe bittet. Für die Redaktion der Tageszeitung mit nicht gerade übermotivierten Mitarbeitern und einem geschäftsmäßigen Chef eine Routinemeldung, allenfalls eine kleine Notiz in der nächsten Ausgabe wert, aber für eine junge Bloggerin, die in der Redaktion ihre erste Stelle antritt, die Möglichkeit, sich im Tagesgeschäft des Journalismus zu bewähren: „Nur“ ein Selbstmord oder steckt vielleicht mehr dahinter? Und so macht sie sich auf die Suche nach Informationen im Umfeld des Opfers.

Gespielt wird dabei auf drei verschiedenen Ebenen, die durch drei verschiedene Bühnenplätze dargestellt werden, was durch geschickte Lichtregie unterstützt wird: Die Arbeit im Büro der Zeitungsredaktion, die Recherche der Journalistin und Szenen, die sich zwischen dem Ehepaar abspielten. Die Witwe erzählt von beruflichen Enttäuschungen ihres Mannes, von häuslichem Streit um Nichtigkeiten wie das Säubern des Aquariums, das keiner übernehmen will; ein Punkt, der wieder und wieder Anlass zu unschönen Auseinandersetzungen bietet und zum Sinnbild der Unversöhnlichkeit wird. Auch ein befreundetes Paar berichtet von den Spannungen zwischen den Eheleuten. Die Nachbarn wissen ebenfalls von lautstarken Wortwechseln zu berichten und legen dabei anschaulich von ihrer eigenen krisenbehafteten Beziehung Zeugnis ab, während eine andere, etwas verhuschte Mitbewohnerin nicht zu einer Aussage zu bewegen ist. Alles scheint auf den Selbstmord eines frustrierten Menschen hinzudeuten, als die Witwe der Reporterin gesteht, dass sie nicht die Wahrheit gesagt habe: Ihr Mann habe sie angegriffen und die verwirrte Nachbarin, die zufällig in der Wohnung gewesen sei, habe ihren Mann erschlagen, um ihr das Leben zu retten. Sie habe dann einen Selbstmord arrangiert, weil sie ihrer Retterin dankbar gewesen sein; nun könne sie aber nicht länger schweigen!

Die junge Journalistin – inzwischen am Schreibtisch ihres Chefs arbeitend – beendet ihren sorgfältig recherchierten Artikel, hochzufrieden, den vermeintlichen Selbstmord aufgeklärt zu haben, doch die Wahrheit – das Publikum ahnte es – ist eine andere, denn die Puzzleteile ergeben eben nicht das komplette Bild: Die trauernde Witwe ist in Wirklichkeit eine raffinierte Drahtzieherin, die ihrem schwer verletzten Mann den Rest gegeben hat und ihre Nachbarin durch eine Lüge eiskalt in die Psychiatrie bringt.

Herzlichen Glückwunsch zu einer überzeugenden Inszenierung!

Hm