Author Archives: Britta Wulfen

Die „Wilde Bühne” aus Bremen zu Gast am Oldenburg-Kolleg

Interaktives Theaterstück „Dein Spiel am Limit“ zu den Themen Risiko und Grenzerfahrung

Die „Wilde Bühne“, ein Ensemble aus Bremen, das sich schwerpunktmäßig mit den Themen Sucht- und Gewaltprävention befasst, möchte mit den Mitteln des Theaters insbesondere jungen Menschen bei der Bewältigung von Krisen helfen, indem Probleme angesprochen werden, die in jedem Leben vorkommen können.

Bei der Aufführung im Kolleg am 07.09.2020 wurden verschiedene Situationen inszeniert, die zeigten, wie leicht es sein kann, in Abhängigkeiten zu geraten, aus denen man sich nicht mehr alleine befreien kann: Drogen- sowie Spielsucht und häusliche Gewalt stellten dabei Ausgangspunkte dar, die von den Mitgliedern der „Wilden Bühne“ ausgestaltet wurden. Anschließend war das Publikum gefordert, sich aktiv am Fortgang der Handlung zu beteiligen – und die Kollegiatinnen und Kollegiaten ließen sich nicht lange bitten und entwickelten im improvisierten Spiel gemeinsam Auswege.

Als besonders beeindruckend erwies sich die „Abschlussrunde“, in der die Schauspieler und Schauspielerinnen über ihre eigenen Erfahrungen mit Süchten, aber auch von ihrem suchtfreien Leben berichteten und dabei erzählten, wie sehr ihnen das Theaterprojekt „Wilde Bühne“ geholfen habe, sich aus Abhängigkeiten zu befreien.

Am Anschluss wurde die Gelegenheit zum Gespräch mit den Mitgliedern der „Wilden Bühne“ angeboten, die gut genutzt wurde.

(Hm)

Herzlich Willkommen am Oldenburg-Kolleg

Am Donnerstag wurden 105 neue Kollegiatinnen und Kollegiaten am Oldenburg-Kolleg begrüßt. Aufgrund der noch anhaltenden Corona-Hygienemaßnahmen musste die sonst im Forum stattfindende Veranstaltung auf einzelne Klassenräume verlegt werden. Durch die tatkräftige Unterstützung der E-Phasen-Klassenlehrerinnen und -lehrer tat diese Einschränkung dem Rahmenprogramm jedoch keinen Abbruch, sodass alle neuen Kollgiatinnen und Kollegiaten gut aufgehoben in ihr Schuljahr starten konnten. 

 

I’m happy, you‘re happy, God is happy!

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am vergangenen Freitag 27 Abiturientinnen und Abiturienten des Oldenburg-Kollegs in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet. In seiner Rede hob Herr Diemer zunächst hervor, dass trotz aller Widrigkeiten, die das Abitur 2020 mit sich brachte, alle Prüflinge die Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt hätten. Mit einem Zitat aus dem Buch „Ein deutsches Klassenzimmer“ des ehemaligen Kollgiaten Jan Kammann – „I’m happy, you’re happy, God is happy“ – wünschte er den Absolventinnen und Absolventen für ihren weiteren Lebensweg die Fähigkeit, regelmäßig inne zu halten und das eigene Leben mit Abstand zu betrachten, um Entscheidungen treffen zu können, die nachhaltig glücklich machen. Mit einem Medley bekannter 80er-Jahre-Songs unterhielt im Anschluss der Kollegiat Jannik Heuser am Klavier das Publikum. Zum Abschluss erfolgte die Ausgabe der Abiturzeugnisse. In diesem Zusammenhang wurden Leonie Grap und Luca Echterling als Jahrgangsbeste geehrt, außerdem erhielten Luca Echterling und Jens Scherf Auszeichnungen für besondere Leistungen in den Fächern Chemie beziehungsweise Mathematik. Sascha Fischer wurde für sein Engagement im Kollegrat gewürdigt.

Das Oldenburg-Kolleg wünscht allen Absolventinnen und Absolventen für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg! 

 

Freie Schulplätze zum Schuljahr 2020/21

Zum kommenden Schuljahr 2020/21 hat das Oldenburg-Kolleg noch Schulplätze frei. Weitere Informationen gibt es auf unserer Homepage sowie unter unserer Telefonnummer 0441 – 40896-0.

Unser nächster individueller Beratungs- und Informationsabend für Neueinsteiger*innen findet am Montag, 13. Juli, 18:30 Uhr statt.

Obstbäume schneiden auf der Streuobstwiese

Unser erster Gartenkurstermin dieses Halbjahr sah nicht gerade verlockend aus, grauer Himmel und Regen erwarteten uns.

Aber das hielt den Kurs nicht davon ab, sich zu treffen. Hinzu kam, dass wir einen Referenten des NABU zu Gast hatten, der uns erklärte, zu welchem Zweck und auf welche Art man Obstbäume schneidet. Als zusätzliche Gäste hatten wir noch Herrn Dr. Hustede und Frau von Aschwege im Kurs. Beide wollten sich ebenfalls informieren, wie sie ihre Bäume im eigenen Garten richtig schneiden können.

Der Referent, Christian Sievers, hat zu Anfang erst einmal über heimische Obst(baum)sorten referiert. Apfel und Birne z. B. seien Kernobst; Pflaume, Kirsche, Eberesche und Mispel Steinobst-Sorten und zum Beerenobst würden u. a. Johannisbeere, Brombeere und die Himbeere gehören.

Daraufhin hat er erklärt, was es alles für bestimmte Schnitte bei Obstbäumen gibt, z. B. die Spitzenförderung, bei der die längste Spitze gefördert wird und die Seitentriebe zurückgeschnitten werden, die Oberseitenförderung (Abb.), bei der die Triebe, die nach unten wachsen, entfernt werden, den Verjüngungsschnitt, bei dem die Triebe um 1/3 des letztjährigen Wuchses gekürzt werden und die Scheitelpunktförderung. Hier wird der Ast nach unten gebunden und beim Dehnungspunkt kommt ein neuer Trieb.

Grundsätzlich gilt, dass die Triebe, die in den Baum hineinwachsen, geschnitten werden müssen, da der Trieb sonst Platz und Licht für das Obst wegnimmt. Es hat sich eine Pyramidenkrone (Abb.) bewährt, ein Mitteltrieb mit 3 Leittrieben. Auch wurde uns gezeigt, wie ein Ast nicht abgeschnitten werden soll, ein „Huthaken“ soll nicht stehen bleiben, sondern soll möglichst nah am Ast abgeschnitten werden, ohne ihn zu verletzen (Abb.).

Nachdem wir, mit einer kleinen Kaffeepause zwischendurch, viel Theorie gehört hatten, ging es dann regengeschützt mit Gummistiefeln und Regenjacken auf unsere Streuobstwiese. Dort stehen Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume. Hier konnten wir das Erlernte gleich in die Praxis umsetzen. Verteilt in Dreiergruppen, mit Leitern und Gartenscheren ausgestattet, haben wir die Bäume mit Hilfe von Christian Sievers zurechtgeschnitten. Der Regen hatte zum Glück nachgelassen, sodass wir uns entspannt an die Arbeit machen konnten.

Silvia Cassens

Weihnachtsfeier 2019

Zur Neuauflage einer gemeinsamen Weihnachtsfeier hatten der Kollegrat sowie die Studierendenvertretung des Abendgymnasiums am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien geladen. Neben musikalischen Einlagen und einer Feuershow vor dem Schulgebäude wurde ebenfalls ein Singstar-Wettbewerb angeboten. Wer seinem gesanglichen Talent nur bedingt traute,  konnte sich alternativ auf der Tanzfläche austoben. Ein reichhaltiges Buffet und diverse Getränke, darunter auch Herr Hahns berühmte Feuerzangenbowle, standen für das leibliche Wohl zur Auswahl. So war es nicht verwunderlich, dass bis spät in den Abend gemeinsam gefeiert wurde.

Exkursion zum Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven

Nachdem wir, der Seminarfachkurs der Q1 sowie die Leistungskurse Erdkunde aus der Q1 und Q3, am 30. Oktober 2019 endlich! beim JadeWeserPort ankamen, konnten wir eine Bustour über das Gelände beginnen. Während wir uns ein Bild von dem 290 ha großen Areal machen konnten, informierte uns eine Mitarbeiterin über den Hafen. So ist der JadeWeserPort der einzige Tiefwasserhafen in Deutschland, benötigte nur knapp vier Jahre bis zur Fertigstellung und wurde 2012 in Betrieb genommen. Im Weiteren gab es Informationen über die Auslastung, die Akteure und Zuständigkeiten, die Besitzverteilung, den Seegüterumschlag und die Entstehung. Es stellte sich heraus, dass der JadeWeserPort derzeit nur zu knapp 40% ausgelastet ist, die Betreiber aber dennoch positiv in die Zukunft blicken. Es ist sogar schon jetzt eine Erweiterung geplant. Das dort ansässige Museum und ein Film rundeten den Besuch ab. Insgesamt war es eine informationsreiche Exkursion.

Meret Menneking

 

LLUVIA

Schon der Anfang verheißt nichts Gutes: Nasse Fliesen machen den Gang zu den Sitzplätzen zur gefährlichen Rutschpartie. Dauerregen hat nämlich die Stadt Lluvia unter Wasser gesetzt, was den gnadenlos plaudernden Radio-Wetterfrosch Daniel Wettermann zunächst nicht im Mindesten aus seiner Hochstimmung bringen kann. Weniger gut geht es hingegen einem Obdachlosen, der sich vor der Feuchtigkeit nicht schützen kann. Eine abgefeimte Regenschirmverkäuferin dagegen profitiert nicht schlecht von der Wetterlage, indem es ihr sogar gelingt, einen überteuerten Schirm an eine alte Frau zu verkaufen, die ihn eigentlich gar nicht gebrauchen kann, da sie genug damit zu tun hat, sich mit ihrem Rollator fortzubewegen. Sie wird von einem Banker, der sich auf der Jagd zum nächsten Geschäftsabschluss befindet, zum Stürzen gebracht und erbarmungslos liegengelassen. So sind alle mit sich und ihren persönlichen Anliegen beschäftigt: eine junge Frau interessiert sich nur für ihr Date, Chanty50 für ihren Internet-Auftritt und die Zahl ihrer Follower (ihre größte Katastrophe: „Ich hab‘ nur 3 Prozent Akku!“). Der Regen hört unterdessen – trotz der unerschütterlichen Zuversicht von Daniel Wassermann – nicht auf und so flüchten sich die unterschiedlichsten Personen auf den Dachboden einer jungen Frau namens Rieke, die in Erwartung der Sintflut allerlei Iso-Matten, Decken, Kissen bereithält und jede*n zu sich einlädt und unerbittlich ihren beruhigenden Kräutertee anpreist.

Bei Rieke wartet man auf das vermeintliche Ende des Regens und tauscht allerlei Lebensweisheiten aus: dass der Dax nicht sinkt, sondern schwimmt; dass man mit fettigen Haaren nicht meditieren kann; dass man, wenn man schon Suizid begeht, tunlichst darauf achten sollte, jemanden zu benachrichtigen, der diesen im Internet zu Geld machen kann…

Derweil ist die „herzensgute“ Rieke mehr und mehr euphorisiert, weil sich ihre akribischen Überlegungen als richtig erweisen und die Apokalypse am errechneten Termin stattfinden wird. Nicht das Umdenken, das Abwenden der Katastrophe ist wichtig, sondern das Rechthaben, auch im Grauen.

Schließlich wird allen, sogar Daniel Wettermann, klar, dass sich das Wetter nicht ändern, sondern das Wasser steigen wird, dass es zu spät ist, dass niemand lebend diesen Dachboden wieder verlassen wird und dass im Tod letztlich jeder allein ist.

Während ein Video zum Abschluss Bilder von realen Überflutungen zeigt, fängt es im Forum tatsächlich an zu regnen und verbindet auf verstörende Weise Fiktion und „Realität“.

Übrigens: Das Stück, das von der Gruppe Darstellendes Spiel der Q2 unter der Leitung von Gerda-Karin Oostinga selbst geschrieben wurde, ist in Anlehnung an die Erzählung „Sintflut“ von Günter Kunert aus dem Jahr 1975 entstanden, der in diesem Text hellsichtig die Klimakatastrophe thematisiert hat.

Großer Applaus für eine Aufführung, in der Licht, Ton und „special effects“ eine besondere Rolle spielen!

Aber Frau Oostinga, wo bleibt das Positive? Schließlich beginnen bald die Sommerferien und da möchte man doch unbesorgt mit einem Billigflieger verreisen!

Hm

Erfolgreiche Premiere beim Brunnenlauf!

Sonntagmittag, über 30 Grad in Oldenburg– was könnte man unternehmen?

Für das neu gegründete Laufteam des Oldenburg-Kollegs keine Frage: Man startet beim „Brunnenlauf“, rennt gemeinsam eine Strecke von 6,3 km durch das Eversten Holz und versucht dabei, nicht nur lebend ins Ziel zu kommen, sondern auch für die Mannschaft eine möglichst gute Zeit zu erreichen.

So traf sich eine bunt gemischte Gruppe, bestehend aus Kollegiaten*innen, Lehrkräften und unserem Hausmeister, und weihte die frisch mit dem Schullogo bedruckten T-Shirts zunächst mit einigen Aufwärmübungen ein – optisch schon mal ein überzeugendes Bild. Die Truppe konnte diesen Eindruck dann auch sportlich bestätigen und bewältigte den Lauf mit der Unterstützung einiger Fans bravourös. Der geheime Plan – eine Position unter den ersten zehn – wurde locker erreicht: Herzlichen Glückwunsch zum 5. Platz in der Gesamtwertung! (Herr Dr. Hustede gewann sogar in seiner Altersklasse.)

Also: Unbedingt jetzt schon mal den Termin für das nächste Jahr vormerken!

Hm