Biologie-Exkursion nach Helgoland

Feuersteinsuche

des_Strandgutes

Wir, die Schüler des Biologiekurses mit erhöhtem Anforderungsniveau, sind am Donnerstag, den 30.06.2011 nach Helgoland aufgebrochen, um dort unser Wissen über aquatische Ökosysteme aufzufrischen bzw. zu erweitern. Dank des Wetters, einigen Inselbewohnern und Frau Krömer konnten wir darüber hinaus weitere Erfahrungen sammeln: So sollten einige der Gruppe besonders bei stärkerem Seegang auf keinen Fall ein Schiff betreten.
Nachdem wir die Zimmer in der Jugendherberge bezogen haben, gab es eine Führung durch das Aquarium und das Ökolabor vom Alfred-Wegener-Institut. Am nächsten Morgen ging es um 06:45 Uhr ins Felsenwatt, um Anschauungsobjekte für den späteren Unterricht zu sammeln. Besonders für Langschläfer mag das unglaubwürdig klingen, aber da wir am vorherigen Tag erfahren haben, was uns im Watt erwartet, war die Müdigkeit schnell verschwunden und die Jagd auf Taschenkrebs (Cancer pagurus), Sägetang (Fucus serratus) und Co. konnte beginnen.
Am Nachmittag durften wir dann noch eine aussterbende Art in ihrem Biotop beobachten. Die Rede ist von dem „Vogelzivi“, der uns sehr anschaulich verdeutlicht hat, wie ein Vogel mit der Helgoländer-Vogel-Reuse gefangen wird. Auf dem Heimweg wurden wir dann noch spontan vom Helgoländer Galloway-Verein als Treiber gebucht und haben geholfen, die Rinder in den Stall zu treiben. Dabei gab es leider einige Schwierigkeiten, denn die Rinder hatten andere Pläne und sind erst einmal ausgebrochen. Ein Entkommen war aber unmöglich, da die Rinder nicht in die Börteboote passen.
Der Samstag begann mit Gewässeruntersuchungen und endete mit einem Besuch der Vogelfelsen. Trotz extrem starker Windböen konnten wir die Dreizehenmöwe, die Trottellummen und die Basstölpel bei der Brutpflege beobachten, ohne über die Klippen zu fallen. Dem regnerischen, kalten und windigen Klima zu trotz haben wir am Abend noch den Grill angefeuert und ein paar gemütliche Stunden mit heißem Tee und Bratwürstchen verbracht.
Da der Wind am Sonntag nicht abnahm, wurde die Fähre gestrichen und wir durften einen Tag länger auf der Insel bleiben. Den größten Teil des Sonntages haben wir dann auf der Düne verbracht. Wir haben Heringsmöwen, Seehunde und Kegelrobben beobachtet und fleißig nach dem einzigartigen roten Feuerstein gesucht (und gefunden!).
Nach einem kurzen Theorieblock ging es am Montag zurück nach Cuxhaven. Trotz der unfreiwilligen Verlängerung und wechselnder Wetterlagen hat die Exkursion Spaß gemacht und wurde durch interessante und spannende Inhalte zu einem außergewöhnlichen Semesterabschluss.

1_Vogel-Reuse

2_Strandgut2

3_Das Nordhorn

4_Exkursion ins Felsenwatt3

5_Felsenwatt2

6_Sammeln von Strandgut

7_Ausflug der Rinder8_Galloway-Treibjagd2

9_Galloway-Treibjagd4

9a_Gruppenfoto

9b_Probeentnahme

9c_Vogelbeobachtung2

9d_Fahrplanaenderung9e_Feuersteinsuche

9f_Strandgut