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Exkursion zum Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven

Nachdem wir, der Seminarfachkurs der Q1 sowie die Leistungskurse Erdkunde aus der Q1 und Q3, am 30. Oktober 2019 endlich! beim JadeWeserPort ankamen, konnten wir eine Bustour über das Gelände beginnen. Während wir uns ein Bild von dem 290 ha großen Areal machen konnten, informierte uns eine Mitarbeiterin über den Hafen. So ist der JadeWeserPort der einzige Tiefwasserhafen in Deutschland, benötigte nur knapp vier Jahre bis zur Fertigstellung und wurde 2012 in Betrieb genommen. Im Weiteren gab es Informationen über die Auslastung, die Akteure und Zuständigkeiten, die Besitzverteilung, den Seegüterumschlag und die Entstehung. Es stellte sich heraus, dass der JadeWeserPort derzeit nur zu knapp 40% ausgelastet ist, die Betreiber aber dennoch positiv in die Zukunft blicken. Es ist sogar schon jetzt eine Erweiterung geplant. Das dort ansässige Museum und ein Film rundeten den Besuch ab. Insgesamt war es eine informationsreiche Exkursion.

Meret Menneking

 

„Ein deutsches Klassenzimmer“

Von einem Lehrer, der auszog, um die Heimatländer seiner Schüler*innen kennenzulernen: 30 Schüler, 22 Nationen, 14 Länder: ein deutsches Klassenzimmer – so auch der Titel des Buches, in dem der Autor Jan Kammann über eine besondere Reise berichtet, die er während eines Sabbatjahres unternommen hat.

Jan Kammann, Abiturient des Jahrgangs 2002 am Oldenburg-Kolleg, kehrte in seine alte Schule zurück, um aus seinem Bestseller zu lesen und von seinen Erfahrungen zu erzählen. Ein Starautor im Kolleg! Dieses Prädikat sei ihm, wie er glaubhaft versicherte, gar nicht so wichtig – er sei ein Lehrer, der ein Buch geschrieben habe, dass sich erfreulicherweise gut verkaufe. Warum so viele Leser*innen dieses Werk gelesen haben, wurde in den folgenden anderthalb Stunden deutlich, in denen Jan Kammann von seinem Unternehmen berichtete.

Ausgerüstet mit kleinen Reise- und Sprachführern, die seine Schüler*innnen für ihn vorbereitet hatten, brach Jan Kammann in die Ferne auf und konnte jede Menge Erfahrungen sammeln. So erzählte er z.B. von einer kuriosen Trauungszeremonie in China, bei der er als falscher Priester für das in diesem Land gerade angesagte westliche Flair sorgen musste. Von einem durchzechten Osterfest mit Sergej und von einer durchtanzten Nacht in einer russischen Disco, in der der sich Jan Kammann in seine Jugend im Oldenburger Land zurückversetzt fühlte. Von einer Fahrt mit der transmongolischen Eisenbahn und von der Mähr, dass alle Russen, versuchen andere Männer in Prügeleien zu verwickeln … Von allerlei Vorurteilen, Klischees und Schubladendenken war die Rede – Jan Kammanns ‚Schlüssel’ zur Welt liegt vermutlich darin, dass er sich für das Andere interessiert und den Menschen, denen er begegnet, mit Offenheit gegenübertritt, ohne sofort zu werten.

Aber nicht alle seine Geschichten gehen gut aus und so kamen auch Erlebnisse zur Sprache, die für ihn nur schwer zu ertragen sind: Zum Beispiel die Unterhaltung mit einer jungen Frau im Iran, der Jan Kammann keinerlei Hoffnungen machen konnte, dass sich ihr Traum, nach Deutschland zu kommen, um dort weiter zur Schule gehen zu können, verwirklichen lasse. Er selbst könne zum einen – was ihm in schmerzlicher Weise bewusst geworden sei -, dorthin zu reisen, wo es ihn hinziehe. Gute Pässe, schlechte Pässe … Zum anderen sei es eine schlimme, da hautnahe Erfahrung gewesen, dass vielen Menschen, die Chancen, die bei uns ganz selbstverständlich seien, verwehrt blieben.

Den heiteren Abschluss bildete die Lebensgeschichte von Abbas Normal Farmer, dessen Leben sich auf ‚unglaubliche Weise‘ zum Guten wendete, nicht zuletzt aufgrund seines unerschütterlich optimistischen Grundsatzes, der augenscheinlich in fast allen Lebenslagen anzuwenden ist: „I’m happy, you‘re happy, God is happy!“

Jan Kammanns Fazit passt dazu: Die Welt sei auch bunt und nicht unbedingt so trübe, wie sie uns in den Nachrichten erscheine!

Begeisterter Applaus!

Hm

 

Stufenfahrt (E-Phase)

Trotz der nichtfunktionierenden Heizung war die Fahrt ein voller Erfolg. Wir hatten viel Spaß, bekamen spannende Impulse in verschiedenen Workshops und konnten unser Mitkollegiaten*innen außerhalb des Schulraums besser kennenlernen. Die Teamer haben sich viel Mühe gegeben, um uns ein paar spannende Tage zu liefern. Das gemeinsame Zusammensitzen am Abend hat das Gemeinschaftsgefühl ebenso gestärkt wie z. B. der Koch-Workshop. Für +/- 80 Leute zu kochen bot schon diverse Herausforderungen; diese wurden aber mit viel Witz und Humor erfolgreich gemeistert. Abschließend kann ich sagen: Ja, gerne jederzeit wieder!

Daaje Meppen

„Hommage an Loriot“

Es gibt sie noch, die guten Dinge! Das gilt uneingeschränkt für Loriots Szenen, wie die Aufführung des Kurses Darstellendes Spiel der E-Phase unter der Leitung von Monika Frenking bewies. Ein gut aufgelegtes Ensemble spielte zunächst „Das Frühstücksei“ – Szenen einer Ehe, die zeigten, dass die Kritik des Ehemannes an einem „nach Gefühl“ gekochten Ei ernsthafte Verwerfungen zwischen den Partnern auslösen und letztendlich zu Mordgelüsten führen kann.

Ob eine „Eheberatung“ den beiden noch hätte helfen können? Neue Hoffnung durch Psychotherapie zumindest für Frau und Herrn Blömann! Zweifelhafte Versuche – die Bestimmung der Lieblingsfarben des unterstützungsbedürftigen Ehepaares (ein Weiß „weißer als weiß“ und endlose Abgrenzungen eines Grautons) sowie eine Bildbetrachtung – trieben nicht nur den Arzt zur Verzweiflung. Da mussten die Grundformen des Kusses neu erarbeitet werden, wobei auch der Therapeut zu Höchstform auflief.

Zum guten Schluss: „Brat fettlos mit Salomo ohne!“ So oder so ähnlich lautete die Lösung eines Preisausschreibens, die einem der Gewinner einen Konzertbesuch bescherte. Dieser wurde nicht müde, seinen Sitznachbarn*innen vor dem Auftritt des Pianisten alle Einzelheiten seines Triumphes zu berichten und es gelang ihm auch während des Konzertes durch allerlei Aktionen, in die er sich verstrickte, den anderen Besuchern den musikalischen Genuss unfreiwillig, aber gründlich zu verderben, ohne sich dessen allerdings bewusst zu werden. Im Gegenteil: Sich bescheiden verbeugend, nahm der Störenfried am Ende den Applaus des Publikums entgegen, der natürlich eigentlich dem Pianisten galt …

Vielen Dank für den humorvollen Auftakt der Sommerferien!

Hm

 

 

LLUVIA

Schon der Anfang verheißt nichts Gutes: Nasse Fliesen machen den Gang zu den Sitzplätzen zur gefährlichen Rutschpartie. Dauerregen hat nämlich die Stadt Lluvia unter Wasser gesetzt, was den gnadenlos plaudernden Radio-Wetterfrosch Daniel Wettermann zunächst nicht im Mindesten aus seiner Hochstimmung bringen kann. Weniger gut geht es hingegen einem Obdachlosen, der sich vor der Feuchtigkeit nicht schützen kann. Eine abgefeimte Regenschirmverkäuferin dagegen profitiert nicht schlecht von der Wetterlage, indem es ihr sogar gelingt, einen überteuerten Schirm an eine alte Frau zu verkaufen, die ihn eigentlich gar nicht gebrauchen kann, da sie genug damit zu tun hat, sich mit ihrem Rollator fortzubewegen. Sie wird von einem Banker, der sich auf der Jagd zum nächsten Geschäftsabschluss befindet, zum Stürzen gebracht und erbarmungslos liegengelassen. So sind alle mit sich und ihren persönlichen Anliegen beschäftigt: eine junge Frau interessiert sich nur für ihr Date, Chanty50 für ihren Internet-Auftritt und die Zahl ihrer Follower (ihre größte Katastrophe: „Ich hab‘ nur 3 Prozent Akku!“). Der Regen hört unterdessen – trotz der unerschütterlichen Zuversicht von Daniel Wassermann – nicht auf und so flüchten sich die unterschiedlichsten Personen auf den Dachboden einer jungen Frau namens Rieke, die in Erwartung der Sintflut allerlei Iso-Matten, Decken, Kissen bereithält und jede*n zu sich einlädt und unerbittlich ihren beruhigenden Kräutertee anpreist.

Bei Rieke wartet man auf das vermeintliche Ende des Regens und tauscht allerlei Lebensweisheiten aus: dass der Dax nicht sinkt, sondern schwimmt; dass man mit fettigen Haaren nicht meditieren kann; dass man, wenn man schon Suizid begeht, tunlichst darauf achten sollte, jemanden zu benachrichtigen, der diesen im Internet zu Geld machen kann…

Derweil ist die „herzensgute“ Rieke mehr und mehr euphorisiert, weil sich ihre akribischen Überlegungen als richtig erweisen und die Apokalypse am errechneten Termin stattfinden wird. Nicht das Umdenken, das Abwenden der Katastrophe ist wichtig, sondern das Rechthaben, auch im Grauen.

Schließlich wird allen, sogar Daniel Wettermann, klar, dass sich das Wetter nicht ändern, sondern das Wasser steigen wird, dass es zu spät ist, dass niemand lebend diesen Dachboden wieder verlassen wird und dass im Tod letztlich jeder allein ist.

Während ein Video zum Abschluss Bilder von realen Überflutungen zeigt, fängt es im Forum tatsächlich an zu regnen und verbindet auf verstörende Weise Fiktion und „Realität“.

Übrigens: Das Stück, das von der Gruppe Darstellendes Spiel der Q2 unter der Leitung von Gerda-Karin Oostinga selbst geschrieben wurde, ist in Anlehnung an die Erzählung „Sintflut“ von Günter Kunert aus dem Jahr 1975 entstanden, der in diesem Text hellsichtig die Klimakatastrophe thematisiert hat.

Großer Applaus für eine Aufführung, in der Licht, Ton und „special effects“ eine besondere Rolle spielen!

Aber Frau Oostinga, wo bleibt das Positive? Schließlich beginnen bald die Sommerferien und da möchte man doch unbesorgt mit einem Billigflieger verreisen!

Hm

Erfolgreiche Premiere beim Brunnenlauf!

Sonntagmittag, über 30 Grad in Oldenburg– was könnte man unternehmen?

Für das neu gegründete Laufteam des Oldenburg-Kollegs keine Frage: Man startet beim „Brunnenlauf“, rennt gemeinsam eine Strecke von 6,3 km durch das Eversten Holz und versucht dabei, nicht nur lebend ins Ziel zu kommen, sondern auch für die Mannschaft eine möglichst gute Zeit zu erreichen.

So traf sich eine bunt gemischte Gruppe, bestehend aus Kollegiaten*innen, Lehrkräften und unserem Hausmeister, und weihte die frisch mit dem Schullogo bedruckten T-Shirts zunächst mit einigen Aufwärmübungen ein – optisch schon mal ein überzeugendes Bild. Die Truppe konnte diesen Eindruck dann auch sportlich bestätigen und bewältigte den Lauf mit der Unterstützung einiger Fans bravourös. Der geheime Plan – eine Position unter den ersten zehn – wurde locker erreicht: Herzlichen Glückwunsch zum 5. Platz in der Gesamtwertung! (Herr Dr. Hustede gewann sogar in seiner Altersklasse.)

Also: Unbedingt jetzt schon mal den Termin für das nächste Jahr vormerken!

Hm 

Happy Birthday, Grundgesetz!

Zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes lud die Fachschaft Politik-Wirtschaft ins Forum ein. Auf verschiedenen Plakaten wurden vielfältige Informationen rund um unsere Verfassung dargestellt und wer sich dabei etwas Kulinarisches gönnen wollte, konnte am Kuchenbuffet fündig werden. Zur Unterhaltung gab es obendrein ein Quiz, dessen Gewinner sich über eine druckfrische Ausgabe des Geburtstagskindes freuen konnten. Ein herzliches Dankeschön an Frau Feldhaus, Frau Kaiser und Frau Sattaf sowie an alle Kollegiatinnen und Kollegiaten, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben!    

Wir haben einen Plan „Bee“

Genauer gesagt einen Plan „Bumblebee“.

Das Oldenburg-Kolleg nimmt am Hummelkasten-Projekt der Carl von Ossietzky Universität unter der Leitung von Prof. Dirk Albach teil, welches Teil des von der EU im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Niederlande geförderten Projektes B-R(H)APSODIE ist.

Das wissenschaftliche Ziel dieses Citizen-Science Projekts ist es, mehr über verschiedene Lebensräume von Hummeln und (Wild-) Bienen zu erfahren und die notwendigen Umstände und Lebensraumeigenschaften für ein erfolgreiches Überleben zu beschreiben. An dem Projekt werden 2019 ca. 15-20 Gruppen jeweils in Deutschland und den Niederlanden beteiligt sein – wir sind eine davon. Wir beobachten und dokumentieren vier Wochen lang unseren Hummelkasten. Start war am Samstag, den 04.05. im Rahmen des Kurses „Naturnaher Garten“.

Ein Sensor an jedem Hummelkasten misst regelmäßig und objektiv die Aktivität am Eingang des Kastens, so dass man anschließend korrelieren kann, welches Wetter und welche Tageszeit zu besonderer Aktivität führte. Dafür wurde eine Stromverbindung im Garten verlegt. Das Gewicht des Kastens wird zu Beginn und am Ende des Projektes gemessen, um die Gewichtszunahme über die Zeit zu messen und zu sehen, in welcher Gegend bzw. in welchem Lebensraum die Hummel besonders erfolgreich waren.

Während des Projektes werden die Gartenkursteilnehmer einerseits die Hummeln am Kasten, andererseits die in der Umgebung an verschiedenen Orten vorkommenden Wildbienen beobachten. Im Anschluss werden wir aus den Beobachtungen Maßnahmen ableiten, die unseren Garten noch bienenfreundlicher machen – einen ersten Schritt haben wir am Samstag schon unternommen, indem wir zusätzlich zu unseren zahlreichen Blühpflanzen noch an mehreren Versuchsflächen verschiedene Bienenblumenmischungen ausgesät haben.

Guten Appetit!

Kr

Jimmys wundersame Götterreise

Eine Einladung in den Olymp! Unverhofft kommt oft – ein sich langweilender junger Mann trifft Zeus auf der Straße und weil er nichts Besseres zu tun hat, folgt er dessen Vorschlag, ihn zum Sitz der Götter zu begleiten … Man trifft sich in Bacchus‘ Schenke: Ares, dessen Kampfgeist ungebrochen ist, fordert den verdutzten Jimmy zum „Schiffeversenken“ auf, Aphrodite interessiert sich nur für die perfekte Form ihrer Fingernägel, Artemis spielt verliebt mit ihrem Bogen, Bacchus ist inzwischen sein bester Kunde und findet in Odysseus einen idealen Trinkkumpan: fast hätte er in seinem Rausch den gesamten Olymp (und schlimmer noch das gesamte Kolleg!) abgefackelt … Derweil schauen Hermes und Pandora betrübt in ihre Smartphones und klagen darüber, dass ihre Götterpersönlichkeiten durch die diskreditierende Benutzung ihrer Namen durch die Menschen in Verruf geraten, indem sie negative Bewertungen im Internet zitieren. Platon hingegen ist auf Erfolgskurs, denn er entwickelt aus seinem Höhlengleichnis eine wahrlich blendende Geschäftsidee: ein Haus der Sonne, das er Solarium nennen wird.

Höchste Zeit für eine kleine Zeitreise, und zwar ins Mittelalter: Der Polytheismus wird von einem imposanten Engel kurzerhand für beendet erklärt, denn ein Gott reiche völlig, die Menschen zur Wahrheit zu führen. Und so versammeln sich unsere Zeitreisenden bei einer Kräuterhexe, die nicht nur bewusstseinserweiternde Substanzen verhökert – Jimmy und Bushido amüsieren sich köstlich beim Anschauen von Katzenvideos -, sondern die auch eine längere Bestellliste entgegennimmt, um die geheimnisvolle Büchse der Pandora neu zu füllen. Dann ein letzter Zeitsprung: Pandora verteilt ihre Geschenke im Publikum: Klimakatastrophe, AfD, bröckelnde Demokratie, zügelloser Kapitalismus, Plastikflut – und den letzten Hinweis: Ende!

Vielen Dank an den Kurs Darstellendes Spiel der Q4 unter der Leitung von Monika Frenking für eine amüsante halbe Stunde, die letztendlich nicht ohne ernste Untertöne blieb!

Hm