Düne, Stand und Wattenmeer oder: 5 Tage Wahnsinn auf Helgoland

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Auch in diesem Jahr hat sich das erhöhte Niveau des Fachs Biologie nach Helgoland aufgemacht, um ganz im Sinne der Bildung die Insel unsicher zu machen. Ja, mögt ihr Daheimgebliebenen jetzt denken, bei dem tollen Wetter  lief die Exkursion doch wohl unter der Devise: „Bikini, Strand und Sonnenschein“!
Nein, keineswegs, da müssen wir euch tatsächlich enttäuschen. Die diesjährige Kursfahrt stand ganz unter dem Motto „Düne, Strand und Wattenmeer“, dem Naturführer, der uns auf der fünftägigen Kursfahrt begleiten und die häufigste Aufforderung seitens Frau Krömer werden sollte: „Was ist das? (….) „Düne Strand und Wattenmeer“ rausholen, nachgucken!“

Die erste Anlaufstelle auf Helgoland, nachdem wir die Überfahrt gut überstanden und die Zimmer in der Jugendherberge bezogen hatten, war dann auch gleich das Alfred-Wegener-Institut, wo wir die Hummeraufzucht bestaunen durften. Nach der Ankunft am Montag musste Frau Krömer allerdings auch feststellen, dass unsere Kisten mit Experimentiermaterial nicht geliefert wurden. Das konnte sie selbstverständlich nicht aus der Fassung bringen und es kam dennoch nach dem Abendessen zum Unterricht zur späten Stunde. Übrigens: An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass der abendliche Unterricht ab 19:15 kein Mythos, sondern knallharte Realität war. (Am Dienstagabend haben wir bis um halb elf Uhr abends mikroskopiert!)
Aus genau diesem Grund musste dann „leider“ auch die Frühexkursion am Dienstag ausfallen. Dafür gab es nach dem Frühstück Unterricht und am Nachmittag eine Erkundung der Insel, bei der wir nicht nur Pflanzen mit unserem „DSW“ bestimmen durften, sondern auch den Lummenfelsen kennenlernten.

Mittwoch hatten wir dann endlich unsere erste Frühexkursion, bei der wir alles, was uns interessant erschien, am Strand sammeln und später auch bestimmen durften. Am Nachmittag ging es dann zum Aquarium und zur Vogelwarte, am Abend durfte der Unterricht natürlich nicht fehlen. Auch am Donnerstagmorgen ließen wir uns nicht Lumpen und sammelten in Gummistiefeln, Regenhose und Regenjacke Algen, um diese schließlich auch zu bestimmen. Am Nachmittag stand nicht nur die Bunkerführung, sondern auch das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft auf dem Plan, das wir uns bei Bratwurst, Brötchen und Kartoffelsalat reingezogen haben. Naja, der ein oder andere zumindest. Am Freitag war es dann soweit: Raus aus der Herberge, rauf auf die Düne! Neben dem roten Feuerstein und allerlei interessanter Pflanzen waren es vorallem die Seehunde (vor allem der Kleine!) und die Kegelrobben, die wir aus sicherer Entfernung beobachteten.

Tja, und so schnell wie Helgoland vor der Tür stand, so schnell war Helgoland dann auch wieder vorbei. Mit tollen Erfahrungen, viel neuem und aufgefrischtem biologischen Wissen und einer Wagenladung Muscheln und Steine traten wir am Freitagnachmittag die Rückreise an. Wehmut war natürlich auch mit im Gepäck, aber wer weiß; Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen mit der Insel?

Katharina S. Brand

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