Früher Vogel fängt den Dreieckskopfstrudelwurm

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Gefühlt mitten in der Nacht (09:00 Uhr), trafen sich am SAMSTAG ! den 25. Juni 2011 Mitglieder des Biologiekurses auf erhöhtem Anforderungsniveau am Parkplatz Huntequelle südlich von Osnabrück zu einer Fließgewässerexkursion.
Nach einem 20-minütigen Weg waren alle an der Quelle – oder besser gesagt an dem Ort (53°15‘10‘‘N & 8°28‘44‘‘O), der als solcher gehandelt wird – denn die dichte Krautschicht ließ nur erahnen, wo der Fluss entspringt, der nach über 150 Kilometern dann durch Oldenburg fließt.
Die zweite Station (Oberlauf der Hunte) eröffnete das volle gewässeranalytische Spektrum. Es wurden physikalische, chemische und biologische Parameter erfasst. Die Bewertung des Fließgewässers ergab, dass die physikalischen Daten auf eine Wassergüteklasse (WGK) I, die chemischen Analyseergebnisse auf WGK II-III (NO3-Wert hoch) und die biologischen Werte auf WGK II gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinien schließen ließen. Die Bestimmung des Saprobienindex erfolgte mit Hilfe von Zeigerorganismen, wie Dreieckskopfstrudelwurm, gemeinem Bachflohkrebs, Eintagsfliegenlarven, Steinfliegenlarven, Köcherfliegenlarven und Kollegen. Vor Ort hieß das konkret: Mit den Gummistiefeln oder der „Gelben Sack“-Variante rein in den Bach, bücken und suchen, suchen, suchen…
Auch bei Station 3 (Teich) und 4 (Oberlaufmäander) ließen sich Unterrichtsinhalte live und in Farbe erleben, so dass um 15:00 Uhr alle mehr oder weniger k.o. aber zufrieden mit einem kurzen Abstecher zu den Saurierspuren in Barkhausen den Heimweg antraten.