Verabschiedung von Frau Heinze

„Großer Bahnhof“ für unsere scheidende Stellvertretende Schulleiterin: Brigitta Heinze, bekanntermaßen eine erklärte Gegnerin jeglicher Art von Überraschung, musste zu allererst damit zurechtkommen, dass die Veranstaltung zu ihrer Verabschiedung zum einen früher und zum anderen anders, nämlich mit einer Aufführung des Kurses Darstellendes Spiel der E-Phase und der Q2 unter der Leitung von Gerda-Karin Oostinga begann. „Back to the Kolleg“ wartete mit vielerlei Anspielungen auf den Schulalltag am Kolleg auf und war nicht nur für Brigitta Heinze ein humorvoller Auftakt der Feier. Im zweiten Teil zeichnete der Schulleiter Bernd Beime den Lebensweg von Brigitta Heinze nach, die 40 Jahre am Oldenburg-Kolleg tätig war und diese Entscheidung bis heute nicht bereut hat. Laut eigener Aussage nicht nur dank ihrer „genialen“ Fächerkombination (Englisch und Geschichte), sondern auch wegen der interessanten Kollegiatenschaft. Die Fachschaften, das LOOPing-Team sowie der Personalrat dankten Brigitta Heinze für ihren Einsatz. Der Vertreter der Kollegiatenschaft Philipp Pichote übermittelte deren Dank und hob in seiner Rede besonders den Respekt, den alle Kollegiatinnen und Kollegiaten sie hätten, hervor. Als Sprecher des Kollegiums wünschte Burkhard Schöning ihr in Anlehnung an das von ihm geschriebene und mit Unterstützung von Andreas Engelhardt und Birte Jeddeloh vorgetragene Stück „The Friendly Doors of Dublin“ für ihren Ruhestand viele bunte Türen, durch die es sich lohnt, einzutreten und Neues, Anderes als Schule zu entdecken, ohne diesen Teil ihres Lebens zu vergessen.

Die breit gefächerten, musikalischen Beiträge wurden von Andreas Engelhardt zusammengestellt: Dvořák, „Wochenend und Sonnenschein“, umgetextet und vorgetragen von einem neu formierten Schulchor, eine Eigenkomposition des Musikkurses der E-Phase und eine indianische Weise rundeten das Programm ab.

Mit einem Glas (natürlich alkoholfreiem) Sekt und Häppchen klang die Veranstaltung aus – fast pünktlich konnte die unermüdliche Brigitta Heinze dann ihren Geschichtsunterricht in der Q-Phase beginnen …

Hm

 

Fotos: Keno Rätzke

Back to the Kolleg

Begleitet von einem dreiköpfigen Reiseleiterteam des Unternehmens MillenniumTravel, das aus einer etwas überdrehten Dame sowie einem sehr coolen Herrn sowie einem sehr smarten Herrn bestand, wurde das geneigte Publikum auf einen der einst bevölkerten Planeten – die Erde – an einen einst gut besuchten und jetzt außerordentlich sehenswerten Ort geführt.

Die Zeitreise – der Titel legt es nahe – ging ins Oldenburg-Kolleg, in dem einige der Fundstücke durch dem von sich und seiner Wissenschaft begeisterten Historiker Dr. Dr. Doktor erläutert wurden. Dieser erkannte auch sofort Frau Heinze als eine Schwester im Geiste und formulierte (wenig charmant?): „Wenn ich Geschichte sehe, erkenne ich sie.“ Artefakte wie ein Tageslichtprojektor, Tafel und Geodreieck wurden durch praktische Vorführungen anschaulich erläutert, aber auch kritisch befragt: Wieso heißt der Tagelichtprojektor so, wenn er doch weder Tageslicht produziert noch bei demselben wirklich zu gebrauchen ist?

Gegenstand der Betrachtung vergangener Zeiten waren auch die Angehörigen des Kollegs, die sich (vermutlich nicht nur mit dem Abstand der Jahre) in verschiedene Gruppen einteilen lassen. So kamen Zuspätkommer, Medienabhängige, Schnorrer, Unordentliche, aber auch Kontrollfreaks sowohl auf der Seite der Kollegiaten als auch auf der Seite der Lehrerschaft zu Wort. Mancher mag sich einer dieser Gruppe mehr oder weniger zugehörig fühlen, besonders vertraut erschien vermutlich vielen der Satz: „Im nächsten Semester starte ich durch!!!“ Aber auch nachdenkliche Töne wurden angeschlagen, wenn z. B. der Alptraum eines Kollegiaten mittels einer Videosequenz veranschaulicht wurde.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Machenschaften und Mysterien des Kollegs aufgedeckt und so erfuhr das erstaunte Publikum von der Wett- und Spielleidenschaft am Kolleg, nämlich Wetten innerhalb des Kollegiums (auf die Namen abwesender Kollegiaten und die Anzahl der Nachschreiber) und geheimnisvolle Pokerrunden im Büro des Schulleiters, in denen Unmengen von Keksen die Besitzer wechselten, das Ganze gedeckt von der Sekretärin! Das mag die teilweise variierenden Öffnungszeiten erklären… Auch das Rätsel des merkwürdigen Geruchs in Raum 31 wurde verfolgt, und ebenso die Frage, warum die 329 nicht an der Haltestelle „Sportweg“ hielt, wurde zumindest formuliert. Videobeweise trugen hier nicht unmaßgeblich zur Erhellung bei.

Goethe hatte recht: „Man sieht nur, was man weiß.“ – Man wird einige Phänomene am Oldenburg-Kolleg nun mit anderen Augen betrachten… Dank an den Kurs Darstellendes Spiel (E-Phase und Q-Phase) unter der Leitung von Gerda-Karin Oostinga für die Klärung einiger Rätsel am Kolleg: „Back to the Kolleg“ – Fortsetzung erwünscht!

Hm

 

Berufs- und Studienorientierung am Kolleg

Wieder einmal Gäste im Kolleg – und in diesem Jahr war das Team komplett: Christa Funke von der Carl-von-Ossietzky-Universität, Eike Betten sowie Studierende der Jade-Hochschule, Jens Müller-Sigl vom Studentenwerk Oldenburg und Susanne Sander von der Agentur für Arbeit waren gekommen, um die Kollegiatinnen und Kollegiaten bei ihren Überlegungen zu ihrer beruflichen Zukunft zu unterstützen.

Nach einem kurzen Vortrag von Christa Funke über die besonderen Anforderungen eines akademischen Studiums im Allgemeinen ging es in beratenden Einzelgesprächen weiter, in denen u. U. einige Fehlinformationen korrigiert werden konnte (es gibt z. B. durchaus BAföG jenseits der 30, eine freudige Überraschung für einige …).

Hm

Wir wollen Nachwuchs!

Unsere Schule würde sich über mehr Schülerinnen und Schüler freuen, doch an den letzten beiden Samstagen ist Vogel- und anderer Tiernachwuchs für die Teilnehmenden des „Gartenkurses“ von größerer Bedeutung gewesen. Da die natürlichen Lebensräume für jegliche Arten von Tieren durch die zunehmend dichtere Bebauung und die Eingriffe des Menschen in die Natur immer kleiner werden, liegt es uns am Herzen, Unterschlupfe für Vögel, Kleinsäuger und Insekten zu schaffen. Aus diesem Grund haben wir von der BINGO Umweltlotterie gespendete Nistkästen auf dem Gelände der Schule angebracht. Diese sind speziell auf die jeweiligen Arten angepasst und bieten den Tieren einen geschützten Ort zum Brüten und Aufziehen ihres Nachwuchses.

Neben Nistkästen für verschiedene Vogelarten, wurden auch Fledermaus-, Hummel-, Hornissen-, Igel- und Eichhörnchenkästen montiert. Bei der Auswahl der Anbringungsorte wurde jeweils auf die bevorzugten Brut- und Lebensbedingungen der Arten geachtet. Tatkräftig und mit gutem Teamwork konnten an den zwei Gartentagen 74 Nistkästen an Hauswänden, Bäumen angebracht und in Steinhügeln versteckt werden.

Jana Schmidt und Lara Meyer

 

Klirrende Kälte und Fliegende Mäuse

 

Samstag. 11 Uhr. -5°C. Unter diesen Umständen erklärten sich die Teilnehmer des „Gartenkurses“ am Oldenburg Kolleg bereit, Quartiere für Fledermäuse auf dem Schulgelände anzubringen.
Durch die Einwirkung des Menschen in die Natur schrumpft der Lebensraum der Fledermaus immer mehr. Einerseits fehlt es den Tieren an Futter (Stichwort Insektensterben). Andererseits fehlt es aber auch schlichtweg an Behausungen. Um dem entgegenzuwirken, wurde in Kooperation mit dem NABU und der Umweltstiftung Weser-Ems das Projekt in die Wege geleitet.

Angekommen in der Schule, traf man sich mit Spezialisten des NABU zuerst in einer lockeren Runde mit Tee und Kaffee zum Aufwärmen – und teils auch zum Wachwerden. Dabei erhielten die Kollegiaten sowohl allgemeine Informationen über die zahlreichen heimischen Arten aus der Gruppe der Handflügler, aber auch über die technischen Details der Quartiere.

Danach ging es dann hoch hinaus. Bäume wurden begutachtet. Leitern angesetzt und Hämmer geschwungen. Insgesamt hängen nun 14 Fledermausquartiere auf dem Schulgelände und geben den Tieren in den kommenden Jahren in den Sommermonaten einen Ort zum Übernachten und zum Aufziehen ihrer Jungtiere. Alle Kästen sind vom NABU kartografiert, die Standorte mit GPS erfasst, so dass Sie künftig auf der „BatMap“ im Internet darüber Aufschluss geben, welche Arten der Fledermaus wie verteilt in unserer Region vorkommen. Zu diesem Zweck werden die Mitglieder der Fledermaus-AG des NABU die Kästen regelmäßig kontrollieren und die Arten bestimmen.

Der „polyvalente Zusatzkurs“ (so heißt er eigentlich), im Schülermund nur „Gartenkurs“ genannt, ist als ein Wahlpflichtkurs Teil des Fächerangebots auf dem Weg zum Abitur und kümmert sich seit über einem Viertel Jahrhundert um die südlichen Grünanlagen der Schule. Ziel des Kurses ist es, einen möglichst naturnahen Garten – und damit möglichst viel Lebensraum für Tiere und Pflanzen – zu schaffen. Diesem Anliegen sind wir an diesem Wochenende ein weiteres Stück näher gekommen.

Colum Thölen

 

   

 

Informationsabend

 

Der Infoabend am Freitag, den 02. März bot Interessenten die Möglichkeit, sich über Voraussetzungen und Bedingungen eines Schulbesuchs am Oldenburg-Kolleg zu informieren. Im Forum wurden organisatorische Fragen aus dem Kollegiatenalltag besprochen und die Unterrichtsorganisation sowie das Coaching-Projekt vorgestellt. Anschließend bestand die Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit Lehrkräften und Mitgliedern des Kollegrats. Die meisten Teilnehmer nutzten dann noch das Angebot, das Kolleg auf einem Rundgang durch das Gebäude kennenzulernen.

Para, was?! Paraphrasieren!

Mit diesem neuen Fachbegriff begann unsere intensive Reise in die Welt menschlicher Konflikte und der damit verbundenen Frage:

Was brauchst du gerade, um dich besser zu fühlen?

Begleitet wurden wir dabei nicht nur von unserer Vertrauenslehrerin, Seminarleiterin und Mediatorin Frau Krömer, sondern ihr zur Seite stand der renommierte Kommunikationsforscher Schulz von Thun – oder zumindest seine Theorie zu den vier Seiten einer Nachricht.

Spannend war vor allem wie häufig man selbst von außen betrachtet in Konfliktsituationen geraten ist, die man mit den richtigen Fragen und Antworten hätte umgehen können.

Genau das durften wir aus diesen zwei Wochenenden als erlernte Fähigkeiten mitnehmen, die wir nun zukünftig als ausgebildete Mediatioren in der Schule einbringen.

Philipp Pichote

„License to thrill“

Tiefschwarze Nacht im Forum, dann betritt ein Filmproduzent in Unruhe sein Büro: Keine Idee für den nächsten Film, doch glücklicherweise rückt seine Assistentin mit höchst unterschiedlichen Vorschlägen für ihren ungeduldigen, schwer zufriedenzustellenden Chef an.

Die erste Idee: Eine Phantasy-Geschichte mit einem Monster, das leidet, weil es in seiner Höhle ständig durch Gestalten gestört wird, die sich aufgrund der defekten Navigationsgeräte ihrer Zauberbesen verfliegen und so rumpelt beispielsweise Harry Potter ungebetenerweise in sein Heim. Nicht einmal Eingaben bei der Gemeinde haben dazu geführt, dass entsprechende Verbotsschilder aufgestellt wurden. Aber zum Glück gibt es eine wehrhafte Drachentochter, die Höhle und Feuer gegen eine schwer bewaffnete, aber auch – wie glaubwürdig? versichert wird – in asiatischer Kampfkunst bewanderte Elfe zu verteidigen weiß.

Das nächste Projekt, für das die Assistentin ihren Chef gewinnen möchte: eine Action-Komödie. Zu der Musik von James Bond turnt spektakulär nicht der Retter der westlichen Welt eine Leiter herunter, sondern ein Bösewicht, der mit seinem Partner, der nur unter Mühen den Bodyguard ausschalten kann, eine orientalische Schönheit entführt, allerdings so tollpatschig, dass man nicht an einen Erfolg dieses Unternehmens glauben mag…

Der dritte Versuch der Assistentin: ein Horrorfilm, was vom Produzenten jedoch sofort vom Tisch gewischt wird, denn: „Horror haben wir schon genug.“

Der vierte Vorschlag: „Death Note“. Der Manga wird kurzerhand ans Oldenburg-Kolleg verlegt, wo zwei junge Männer beschließen, das Buch seine magischen Kräfte entfalten zu lassen. Für den einen eine großartige Möglichkeit, seine persönliche Vorstellung von Gerechtigkeit walten zu lassen, für den anderen hingegen zu große Macht und damit zu große Verantwortung…

Die Assistentin kann noch eine letzte, cineastisch anspruchsvolle Idee anbieten: Schwarz-Weiß-Film! Allerdings begeistert sich der Produzenz vor allem für die Handlung: Begabte Pianistin verfällt einem teuflischen Liebhaber, was überwiegend als Schattenriss dargestellt wird. „Fifty Schades oft Grey“ lassen grüßen und der Produzent ist endlich zufrieden: Sex sells, keine neue, wohl aber eine wahre Erkenntnis… Und jetzt? Ins Kino?

Herzlichen Dank an den Kurs Darstellendes Spiel – an die Darstellerinnen und Darsteller sowie an die ‚Technik‘ – für eine vergnügliche Aufführung unter der Leitung von Monika Frenking.

Hm

Adventstreffen 2017

Am 16. Dezember fand wieder das vom Förderverein des Oldenburg-Kollegs organisierte Ehemaligentreffen statt. Teilnehmer aus  verschiedenen Abiturjahrgängen sowie ehemalige und jetzige Lehrer kamen in der Schule zusammen und hatten sich bei Kaffee, Kuchen und Glühwein viel zu erzählen. Zwischendurch fand in gewohnter Kürze die Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Der langjährige Vorsitzende Uwe Goesmann und sein Stellvertreter Bernd Beime wurden mit dankendem Applaus aus ihren Ämtern verabschiedet und ein neuer Vorstand unter Vorsitz von Dorota Weger mit Claudia Johl, Michael Gründler, Beate Beime und Eilert Hustede wurde gewählt. Auch das nächste Ehemaligentreffen findet wieder am Sonnabend vor dem 3. Advent statt, also am 15.12.2018.

Fotos: Dr. Tobias Weger, Hu

Weitere Bilder vom  Ehemaligentreffen auf der Facebook-Seite des Oldenburg-Kollegs