Weihnachtsfeier 2018

Die Kollegiatenschaft und die Studierenden des Abendgymnasiums hatten zur gemeinsamen Weihnachtsfeier ins festlich geschmückte Forum eingeladen. Für musikalische Einlagen sorgten der Chor des Kollegs mit der Unterstützung der ehemaligen Kollegiatin Imke Heyer, „Die Band“ sowie der Solo-Klavierspieler Jannik Heuser unter der Leitung von Andreas Engelhardt. Aber auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Ein reichhaltiges Buffet, ein Waffelstand, diverse Getränke, darunter auch Herrn Hahns berühmte Feuerzangenbowle, die natürlich nicht fehlen durfte, waren im Angebot. Derartig gestärkt verwunderte es nicht, dass die Kondition für noch viele Gespräche und Tänze reichte.

Adventstreffen 2018

Am 15. Dezember fand das jährliche vom Förderverein des Oldenburg-Kollegs organisierte Ehemaligentreffen statt. Absolventinnen und Absolventen aus verschiedenen Abiturjahrgängen sowie ehemalige und jetzige Lehrkräfte kamen in der Schule zusammen und hatten sich bei Kaffee und Kuchen viel zu erzählen. Zwischendurch fand in gewohnter Kürze die Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Ein besonderer Dank gilt den beiden Vertreterinnen des Kollegrats Birte Jeddeloh und Kelly Robinson für die tatkräftige Unterstützung an diesem Nachmittag. Auch das nächste Ehemaligentreffen findet wieder am Sonnabend vor dem 3. Advent statt, also am 14.12.2019.

Was Fischgräten mit der Milchproduktion zu tun haben

„Strukturwandel in der Landwirtschaft“ – dies konnte sich der Erdkundekurs der Q1 am Beispiel des Milchviehbetriebes Boltes anschauen.

Der familiäre 85ha große Hof liegt am Stadtrand, teils im Landschaftsschutzgebiet „Everstener Moor“. Das bringe allerdings auch besondere Beschränkungen für die Landwirtschaft mit sich, erzählt uns Tanja Boltes, die älteste von drei Töchtern der Boltes. Tanja und ihre Schwester haben sich dazu entschlossen, eine landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren und den Familienbetrieb weiterzuführen.

Die 120 Milchkühe der Familie erwirtschaften eine Milchleistung von 9000 Kilogramm oder Litern Milch pro Jahr. Doch bevor eine Kuh Milch gibt, muss sie zuerst ein Kälbchen bekommen. Wenn die Kuh ein Bullenkalb gebärt, wird dieses weiterverkauft, Boltes behalten nur die weiblichen Kälber. Diese kommen zunächst in ein so genanntes Iglu – kleine Hütten für einzelne Kälber. Anschließend leben die Kälber in einem luftig großen Stall mit viel Stroh und Platz und vor allem mit Artgenossen – fast wie ein Kindergarten.

Beginnt eine Kuh das erste Mal Milch zu geben, wird sie fortan zweimal pro Tag – morgens und abends – gemolken. Die Kühe werden in den „Fischgrätenmelkstand“ getrieben, welcher seinen Namen der Anordnung der Kühe beim Melken zu verdanken hat. Wie an einer Fischgräte stehen links und rechts jeweils sechs Kühe mit dem Hinterteil zu einer Gasse, von der aus die jungen Landwirtinnen die Euter säubern, mit der Hand anmelken und schließlich den mit Vakuum arbeitenden Melkroboter an das Euter setzen. Nun läuft alles automatisch – der Roboter misst, wie viel Milch die Kuh gibt und stoppt das Melken, wenn die Milchleistung nach etwa acht Minuten schwächer wird. Nun können die nächsten sechs Kühe in den Melkstand kommen. So werden am Tag um die 30 Liter pro Kuh produziert.

Für den gesamten Aufwand bekommen die Erzeuger derzeit etwa 36 Cent für den Liter Milch von den Molkereien. Wird die Milch von der am Hof stehenden „Milchtankstelle“ gekauft, kostet der Liter einen Euro. Trotz finanzieller Engpässe und steigender Schwierigkeiten in diesem Beruf kann sich Tanja Boltes nicht vorstellen die Kühe aufzugeben, sondern bemüht sich, die Milchviehlandwirtschaft näher, transparenter und spannender zu gestalten. So sind sie und ihre Schwester seit 2017 auf „mykuhtube.de“ zu verfolgen und vermitteln dort ein genaueres Bild von ihrem Alltag mit den Kühen.

Lisa Andreas (Q1)

https://www.milchviehbetrieb-boltes.de/

Shakespeare zum Mitmachen

Wie schafft man es, Shakespeares Werk in der Kürze von 90 Minuten so zu präsentieren, dass am Ende alle nicht nur etwas gelernt, sondern auch noch viel gelacht haben?

Man nehme zwei spielfreudige Schauspieler aus England und versetze sie in das Theater-Foyer des Oldenburg-Kollegs, wo sie auf angetane Kollegatinnen und Kollegiaten treffen, die sich gerne auf das interaktive Spiel einlassen.

Weitere Zutaten sind grelle Perücken, Hüte, Rosen, Säbel, Schilder und eine Pastete. Und alles weitere, was noch fehlt, wird durch die engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer besorgt, egal ob ein magischer Wald oder die aus der Feder Shakespeares stammenden Figuren.

Mit Emily Sly (Shakespeare) und Henry Lambert (sein Laufbursche) von der Company Big Wheel aus London wehte ein Hauch der großen britischen Kultur im Spätherbst ihrer Existenz durch das florierende Oldenburg-Kolleg.

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Fotos: Keno Rätzke

Ein Riss in der Fassade

„Theater trifft Soap“ – Unter dieser Überschrift feierte das aktuelle Stück des Kurses Darstellendes Spiel unter der Leitung von Frau Oostinga Premiere.

Im Mittelpunkt der Komödie steht die Familie von Hohenfels. Vater Alexander ist nach einem Urlaub in Hude nicht wieder in die Heimat zurückgekehrt und gilt nach einer längeren Zeit des Wartens nun als offiziell verstorben. Die Hinterbliebenen kommen zusammen, um den Verlust gemeinsam zu beklagen. Doch bereits nach wenigen Minuten beginnt die Fassade des Trauerhauses zu bröckeln. In Form verschiedener innerer Monologe – realisiert durch Alter Egos – wird deutlich, dass die Anwesenden nur bedingt um den Verstorbenen trauern. Da sind Witwe Isabella, die sich seit Jahren vernachlässigt fühlte und nun eher dem bevorstehenden Geldsegen frohlockt, und die Zwillinge Victoria und Antonia, die ihren Vater zwar vermissen, seine Zuneigung jedoch immer als ungerecht verteilt empfanden. Bruder Enrico, der eher an Isabella interessiert war als an Alexander, sowie die Nachbarn, die die Harmonie im Hause von Hohenfels offen infrage stellten, vervollständigen das Bild einer eher brüchigen Familienstruktur. Lediglich Alexanders Anwältin Linda lässt ehrliche Gefühle ihm gegenüber durchblicken. Im Verlauf des Stückes erfährt das Publikum durch verschiedene amüsante Rückblenden die Gründe für diese Zustände und wird dabei durch ein Geflecht aus Lügen und (Ent-)Täuschungen getragen, das auch vor Alexanders Vaterschaft nicht halt macht: Mit einem lauten Knall fällt eine Wurfsendung in den Publikumsraum, die offenbart, dass sich nur noch eine der beiden Zwillingstöchter sein eigen Fleisch und Blut nennen kann. Jedoch bleibt der verlorene Zwilling in der Familie, erweist sich schließlich Enrico nach einer rosenbedeckten Nacht als Vater Nummer zwei. Zum Schluss erscheint – Deus ex Machina sei Dank – Alexander auf der Bühne und lässt durch seine Anwältin verlauten, nun ohne seine Frau, jedoch mit Kindern und Vermögen ein neues Leben beginnen zu wollen. Zurück bleiben eine überraschte Ehefrau sowie ein Publikum, das sich nicht besser hätte unterhalten fühlen können.

Wu

 

   

 

LOOPing II

Mind-Map zum Thema „Gruppenarbeit“

 

„Gruppenarbeit ist etwas für Loser und Schwätzer – die Schlauen kommen allein besser zurecht!“

Der zweite Teil des Methodentrainings am Kolleg beschäftigte sich mit dieser nicht von allen geliebten Form der Zusammenarbeit. Nach einem theoretischen Vorlauf, in dem betont wurde, dass Gruppenarbeit natürlich kein Allheilmittel ist, sondern sich in erster Linie für divergierende Aufgabenstellungen eignet, folgte der Praxistest.

 

    

LOOPing

Lernplakat zum Thema „Klausurvorbereitung“

 

LOOPing (Lernen organisieren und optimieren) – dieses Methodentraining hat am Kolleg eine lange Tradition! Auch in diesem Jahr wird das Projekt im Rahmen des Unterrichts für die E-Phase angeboten, und zwar in drei Modulen zu unterschiedlichen Bereichen des Lernens und Arbeitens. Am ersten Termin am 5.September ging es für die Kollegiatinnen und Kollegiaten um die Themen „Lernen und Behalten / Prüfungsbereitung“. Grundsätzlich im Klassenverband, aber auch in Kleingruppen setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrer persönlichen Lernbiographie auseinander, bekamen neue Impulse und gingen – so die Hoffnung der Lehrkräfte – mit der einen oder anderen Erkenntnis und dem einen oder anderen guten Vorsatz nach Hause. Bei der zweiten Veranstaltung im Oktober wird die Arbeitsform „Gruppenarbeit“ in den Blick genommen. Den Abschluss bildet im Februar das dritte Modul, in dem es um den Themenbereich „Präsentieren“ geht.

Begrüßung der neuen Kollegiatinnen und Kollegiaten

Am ersten Schultag nach den Sommerferien begrüßte der neue Schulleiter, Herr Diemer, im  Forum des Oldenburg-Kollegs die Neueinsteiger, die den Unterricht der Einführungsphase besuchen werden. In seiner Ansprache gab er einen Ausblick auf die bevorstehende Zeit am Kolleg, wobei er auch auf möglicherweise auftretende Schwierigkeiten einging. Anschließend hatten die vier neuen E-Phasen-Klassen Unterricht bei ihren Klassenlehrerinnen.

Neuer Schulleiter am Oldenburg-Kolleg

Pünktlich zum Schuljahresbeginn übertrug Frau LRSD Pünt-Kohoff Herrn StD Clemens Diemer die Leitung des Oldenburg-Kollegs und des Abendgymnasiums. Frau Pünt-Kohoff zeigte sich erfreut, dass der Wechsel von Herrn Beime zu Herrn Diemer nun nahtlos vonstatten geht. Herr Diemer war bisher als Koordinator am benachbarten Gymnasium Eversten tätig und sieht mit Spannung und Freude den neuen Aufgaben entgegen.

„Der Pakt“

Ähnlichkeiten mit Goethes „Faust“ waren natürlich nicht rein zufällig, sondern beabsichtigt.

Also: Ein von den ständigen Gebeten der Menschen genervter Gott gerät eher zufällig in einen Pakt, als er wegen administrativer Nachfragen in Sachen Seelenverwaltung mit seinem alten Bekannten Luzifer ein Gespräch führt. Es geht um die Schülerin Maxime – einerseits mit einem Hang zu exzessiver Freizeitgestaltung, andererseits mit wenig Hoffnung, die bevorstehenden Abiturprüfungen erfolgreich zu bewältigen. Zudem ist sie beständigen Anfeindungen und Beleidigungen ihrer Mitschülerin Céline ausgesetzt, die jede Gelegenheit wahrnimmt, sich über ihre „Dummheit“ lustig zu machen.

Wer wird es schaffen, Maximes Seele für sich zu gewinnen?

Luzifer hat einen in der Tat teuflischen Plan. Er stiehlt sich in Maximes Zimmer und bietet ihr in der Manier eines aalglatten Versicherungsvertreters einen Handel an: ein Abiturzeugnis gegen eine menschliche Seele! Der Handel präsentiert sich Maxime als eine Win-win-Situation, hat sie doch sofort Céline im Sinn, um die es ihrer Meinung nach nicht schade wäre.

Aber wie von Zauberhand – eindrucksvoll inszeniert durch den Einsatz eines Stroboskops – gibt es auf einmal eine ganz neue Céline: mitfühlend und unterstützend wird sie zu Maximes guter Freundin, die sie ‚wunderbarerweise‘ zu außerordentlichen schulischen Leistungen führt.

Und tatsächlich! Maximes Noten verbessern sich schlagartig, sie glänzt in den Prüfungen und ist überglücklich, bis sich der Teufel wieder bei ihr meldet, um seinen Teil einzufordern. Das bringt sie in ungeahnte Gewissenskonflikte, sieht sie sich doch nicht in der Lage, ihren ursprünglichen Plan umzusetzen und ausgerechnet ihre Gefährtin Céline zu opfern. Lieber gibt sie sich selber den Tod.

Also werden am Ende allen erfolgreichen Schülerinnen feierlich die Abiturzeugnisse überreicht, allein Maxime fehlt. Aus dem Off hört man ihren Abschiedsbrief, für den Céline so gar kein Interesse hat, denn der Teufel hat sie längst zu ihrem alten Ich zurückgeführt.

Am Ende geht also der perfide Plan des nun triumphierenden Teufels auf, der die leblose Maxime an ihren neuen „Wohnort“ zerrt, einen machtlosen Gott zurücklassend…

Durch den Einsatz zahlreicher technischer Mittel wie z.B. das schon erwähnte Stroboskop, Flammen und allerlei akustische Effekte wurde die Handlung eindrucksvoll unterstützt.

Vielen Dank an das engagierte Ensemble (DarstellerInnen und Technik) unter der Leitung von Monika Frenking, für ein unterhaltsames, aber auch nachdenklich stimmendes Theaterstück zum Schuljahresausklang.

Hm

 

Fotos: Keno Rätzke