„Zentralbahnhof“

Nein, es geht nicht um ein lustiges Stück über die eine oder andere Ferienreise, sondern um die dramatische Gestaltung der gleichnamigen Parabel von Günter Kunert.

Ohne Vorwarnung oder erkennbaren Zusammenhang erreicht eine junge Frau durch geheimnisvolle, maskierte Männer die Aufforderung, sich zu ihrer eigenen Hinrichtung am Zentralbahnhof einzufinden. Die Benachrichtigung sei zwar nur maschinell unterschrieben, aber dennoch rechtskräftig, wie versichert wird. Die tödliche Bedrohung durch einen anonymen Staat wird von der Umwelt als Kinderstreich abgetan oder sogar als Tippfehler verharmlost (gemeint sei sicherlich „Einrichtung“, nicht „Hinrichtung“) und zeigt so eine Welt, in der sich jede Stütze als illusionär erweist: Freunde, die letztlich mit den Machthabern gemeinsame Sache machen; ein Nachbar, der sich lieber mit seiner Lektüre zurückzieht („1984“ lässt nicht nur an dieser Stelle grüßen); eine Rechtsanwältin, die nur den nächsten lukrativeren Termin im Sinn hat; sogar Eltern, die bequemlichkeitshalber auf den Staat vertrauen … Die Inszenierung basiert auf einer interessanten doppelten Anlage der Hauptfigur: Da gibt es auf der einen Seite ihren offen agierenden Part und auf der anderen Seite ihr Alter Ego, das Einblick in ihre Gedankenwelt gewährt. Die Verzweiflung der jungen Frau steigert sich nachvollziehbar, ihre Panik zeigt sich auch im Sprachlichen, und letztlich verstummt sie: äußerlich, aber auch innerlich. Sie erstarrt förmlich und liefert sich am Ende selbst dem Staat aus, einem Staat, der seine Bürger und Bürgerinnen perfiderweise dazu auffordert, am politischen Leben teilzuhaben. Wann ist der rechte Moment aufzustehen und dieses Recht tatsächlich einzuklagen, vielleicht nicht für sich selbst, sondern für die Gefährdeten?

Der Dank für eine nachdenklich stimmende Umsetzung geht an den Kurs Darstellendes Spiel unter der Leitung von Gerda-Karin Oostinga.

Hm

Weitere Bilder von der Aufführung auf der Facebook-Seite des Oldenburg-Kollegs

Informationsveranstalteung für Neueinsteiger

 

Am Freitag, den 05. Mai konnten sich Interessenten über die Voraussetzungen und die Bedingungen eines Schulbesuchs am Oldenburg-Kolleg informieren. Neben Fragen der Schulorganisation (Fächerwahl, Unterrichtszeiten u.a.) informierte die Schulleitung mit Unterstützung von drei Kollegiatinnen auch über Fragen der Alltagsorganisation (z.B. Wohnmöglichkeiten, Kinderbetreuung, Finanzierungsmöglichkeiten) und wies darauf hin, dass für das kommende Schuljahr 2017/18 noch freie Schulplätze vorhanden sind.

Berichteten vom Kolleg-Alltag: Viktoria Fröhlich, Birte Jeddeloh und Ricarda Temme.

Studien- und Berufsorientierung am Oldenburg-Kolleg

Wie in den vergangenen  Schuljahren fand im Forum des Oldenburg-Kollegs eine zentrale Veranstaltung zur Berufsorientierung statt, deren Ziel es ist, die die Kollegiatinnen und Kollegiaten bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft zu unterstützen. Dieses Mal informierte zunächst Jens Müller-Sigl, Berater des Studentenwerks Oldenburg, im Forum über die verschiedenen Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, sich individuell beraten zu lassen: Jens Müller-Sigl gab Tipps, Petra Benecke-Schelling von der Agentur für Arbeit gab ebenfalls Auskunft in Einzelgesprächen und Eike Betten, Studienberater der Jade-Hochschule, informierte mit der Unterstützung von ‚Jade-Lotsen‘ (studentischen Hilfskräften) Auskunft über Studienmöglichkeiten an seiner Institution. Ein Angebot, das von vielen Kollegiatinnen und Kollegiaten genutzt wurde.

 

Homepage im neuen Gewand

 

Die Homepage des Oldenburg-Kollegs präsentiert sich jetzt mit einem aufgefrischten Erscheinungsbild. Vor allem dank der Arbeit unseres Schülers Roman Majewski (Q4)  konnten wir die Homepage auf das Content Management System „WordPress“ umstellen.
Die bewährte Grundstruktur und die Inhalte wurden weitgehend von der alten Seite übernommen, so dass man sich schnell zurechtfinden sollte. Die Umstellung bietet einige technische Vorteile. Beispielsweise verfügt die Seite nun über ein „responsive Design“ und bietet daher auch von Mobilgeräten aus bequemeren Zugriff. Für die nächsten Monate sind noch einige Änderungen und inhaltliche Ergänzungen geplant.

Ehemaligentreffen 2016

Ehemaligentreffen 2016

Am 10. Dezember fand wieder das traditionelle, vom Förderverein des Oldenburg-Kollegs organisierte Ehemaligentreffen statt. Etwa 50 Teilnehmer aus vielen verschiedenen Abiturjahrgängen sowie ehemalige und derzeitige Lehrer kamen in der Schule zusammen und freuten sich über das Wiedersehen. Auch das nächste Treffen findet, wie immer, am Sonnabend vor dem 3. Advent statt, also am 16.12.2017.

 

Weitere Bilder vom  Ehemaligentreffen auf der Facebook-Seite des Oldenburg-Kollegs

Irre Weihnachten zu Nikolaus

 

Der ganz normale Weihnachtswahnsinn? Mitnichten – die adventlichen Aktivitäten in der „Irrenanstalt“ gingen weit darüber hinaus. Die ihren Schützlingen nur mäßig zugewandten Therapeuten schienen in erster Linie daran interessiert zu sein, ihre ganz eigenen Machtkämpfe auszutragen, und vom ‚hochmotivierten‘ Praktikanten war von Anfang an nicht viel Engagement zu erwarten.

So wurde die Bastelstunde nicht zu einem friedlichen Beisammensein genutzt, sondern geriet zum Schauplatz der Eitelkeiten und Rivalitäten diverser Herrscher: Caesar, Napoléon und Hitler fochten hier den ein oder anderen Schlagabtausch aus. Auch das Auspacken der mehr oder weniger sensibel überlegten Geschenke rief nur geteilte Begeisterung hervor. So geriet zwar Amy Winehouse über eine Flasche Nagellack (zum Würzen ihres Punsches!) in helles Entzücken, Nietzsche konnte sich jedoch beim Anblick von Gottes Sohn im goldglänzenden Pappkarton lediglich über die Verpackung freuen. Katharina, die Große, Charlie Chaplin, Gil Bates, Donald Trump und Hillary Clinton sowieso  -am Ende waren sämtliche „Insassen“ heillos zerstritten und Jesus feierte von allen verlassen, ganz alleine seinen Geburtstag …

Vielen Dank an Gerda-Karin Oostinga und ihren Kurs Darstellendes Spiel!

 

Weitere Bilder von der Aufführung auf der Facebook-Seite des Oldenburg-Kollegs

Herzlich Willkommen beim Oldenburg-Kolleg!

Das Oldenburg-Kolleg und das im gleichen Gebäude untergebrachte Abendgymnasium sind ganz normale staatliche Schulen, also ohne Schulgeld und mit den üblichen Ferienzeiten. Im Rahmen des zweiten Bildungsweges bieten wir zwei unterschiedliche Wege zum Erwerb des Abiturs oder der Fachhochschulreife an.

Unser Angebot richtet sich an ehemals Berufstätige, die ihre schulische Qualifikation tagsüber erweitern möchten. Falls Sie während der Qualifikation weiterhin berufstätig sein möchten, ist das Abendgymnasium Oldenburg die richtige Adresse. Wir sind vergleichbar mit der Oberstufe eines Gymnasiums. In der einjährigen Einführungsphase wird überwiegend im Klassenverband unterrichtet, in der folgenden zweijährigen Qualifikationsphase in Lerngruppen, die nach Fächern und Leistungsniveau differenziert auf das Abitur vorbereiten. Außerdem bieten wir für Hauptschul- und Realschulabsolventen Vorkurse an, die ein halbes Jahr dauern, wobei auch die Möglichkeit besteht, Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern.